Der Wassergarten

Standort Sonnig, Halbschattig, Schattig, Feuchter Boden, Nährstoffarmer Boden
Pflegeaufwand Mittel

Mit einer Wasserfläche, und sei sie noch so klein, holen wir den Himmel auf die Erde. Das Spiegelbild der Wolken bereichert den Garten. Aber nicht nur Menschen, sondern auch viele Tiere werden vom Wasser magisch angezogen.

Für welchen Standort ist dieser Lebensraum geeignet?

Für den Himmelsspiegel ist an jedem Standort Platz – auch auf der kleinsten Fläche, zum Beispiel auf einem Balkon in Form einer Vogel- und Insektentränke. Der Hingucker sollte natürlich dort angelegt werden, wo er auch gesehen werden kann, als Blickpunkt an der Terrasse oder auch als Anziehungspunkt im hinteren Bereich des Gartens.

Wie lege ich diesen Lebensraum an?

Wasserflächen, in denen immer Wasser stehen soll, müssen dicht sein. Bei größeren Teichen wird dies meist mit einer Teichfolie erreicht. Sie sollte nicht aus dem umweltschädlichen PVC bestehen. Wasser ist immer eben, die Dichtung muss also überall auf derselben Höhe enden. Wichtig ist, dass Wasser und Land deutlich getrennt sind und es keine Verbindung gibt, über die die Erde um den Teich herum das Wasser aus dem Teich saugen kann („Kapillarsperre“). Teiche sollten Unterwasserpflanzflächen in verschiedenen Wassertiefen bieten und am Anfang dicht bepflanzt werden, damit die Nährstoffe im Wasser nicht den Algen zur Verfügung stehen. Dafür wird ein Substrat eingefüllt, das das Wachstum der Pflanzen fördert, aber nicht zu nährstoffreich ist: Lehmiger Sand aber keine „Teicherde“ aus dem Gartenmarkt. Eine Alternative sind Mulden und Gräben, in denen das Regenwasser, zum Beispiel vom Dach, versickern darf. Hier muss nicht gedichtet werden. Die Erde ist hier sandig, kiesig und damit gut versickerungsfähig – wenn es nicht regnet also knochentrocken. Es werden also Arten gepflanzt, die wechselfeuchte Standorte lieben.

Wie pflege ich diesen Lebensraum?

Teiche machen nicht viel Arbeit und brauchen auch keine teure Technik! Vorausgesetzt es gelangen keine Nährstoffe in den Teich. Wer wenig Arbeit haben möchte, setzt also keine Fische ein und verhindert zum Beispiel mit Laubnetzen, dass im Herbst viel Laub in den Teich fällt. Dann muss man lediglich alle paar Jahre einmal den Bewuchs etwas reduzieren, damit der Teich nicht zuwächst.

Welchen Nutzen hat er für die biologische Vielfalt?

Wasserflächen sind ein Magnet für viele Tiere, die hier trinken oder baden. Aber auch das Wasser selbst ist voller Leben – und erst recht die einheimischen Wildpflanzen, die am Ufer und im Teich wachsen. Wer Faulbaum-Bläulinge anlocken möchte, der pflanzt den wunderschönen Blutweiderich, denn hier legen die Weibchen der zweiten Generation dieser kleinen hellblauen Schmetterlinge bevorzugt ihre Eier. Achtung bei Wasserflächen: Sie ziehen auch Kleinkinder magisch an und müssen daher unbedingt gesichert sein, wenn sich kleine Kinder auf dem Grundstück oder im Umfeld aufhalten.

Ach du grüne Neune!

Pflanzen für den Wassergarten

Eiffel tower

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„Tausende Gärten – Tausende Arten“ wird durchgeführt von:

Deutsche Gartenbau-Gesellschaft 1822 e.V. WILA - Wissenschaftsladen Bonn tippingpoints - agentur für nachhaltige kommunikation

Kooperationspartner:

NaturGarten e.V. Verband deutscher Wildsamen und Wildpflanzenproduzenten

Gefördert durch:

leben.natur.vielfalt - das Bundeprogramm Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Bundesamt für Naturschutz
Berlin IMMO INVEST GRUPPE Sparkasse Berlin Eigenheimverband Deutschland e.V.

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die Berlin Immo Invest GmbH, die Berliner Sparkasse und den Eigenheimerverband Deutschland e.V.