Die Wildstrauchhecke

Standort Sonnig, Halbschattig, Schattig, Trockener Boden, Frischer Boden, Feuchter Boden, Nährstoffreicher Boden, Nährstoffarmer Boden
Pflegeaufwand Gering

Samstagmorgens wird es laut: Rasenmäher und Heckenscheren zeigen, wie viel Arbeit manche Gärten machen können. Naturgärtnerinnen und -gärtner können stattdessen in aller Ruhe ihren Morgenkaffee genießen: Freiwachsende Hecken brauchen keine regelmäßige “Frisur” ...

Für welchen Standort ist dieser Lebensraum geeignet?

Gehölze sind das Rückgrat des Gartens. Sie begrenzen Räume und schützen vor ungebetenen Einblicken oder Besuchern. Hecken sollten so angelegt werden, dass die Pflanzen nicht höher oder breiter werden als gewünscht. Dann kann die Heckenschere lange im Schrank bleiben. Es gibt einheimische Heckengehölze für jeden Standort, egal ob sonnig oder schattig und für jeden Boden – die Auswahl ist groß.

Wie lege ich diesen Lebensraum an?

Der Boden muss vom vorhandenen Bewuchs befreit werden. Für niedrige Hecken sollte der Streifen mindestens einen Meter, bei mittelhohen zwei Meter und bei hoch aufwachsenden Hecken drei bis vier Meter breit sein. Bitte nicht in den Rasen pflanzen, dann wachsen die Pflanzen nicht gut an. Man kann die Rasensoden abschälen und den Boden dann lockern oder auch mehrfach bei trockenem Wetter fräsen. Vor dem Pflanzen lässt man den Boden etwas absetzen. Gehölze werden am besten im Herbst gepflanzt, dann können sie über den Winter einwurzeln. Nun wird der offene Boden mit einer Wildblumensamenmischung eingesät; hier haben sich Mischungen aus einjährigen und zweijährigen Arten und kurzlebigen Stauden bewährt. Sie bilden schon im ersten Jahr die Raumgrenzen und werden später von den wachsenden Gehölzen verdrängt. Für die Wildblumen wird nur sehr wenig Saatgut benötigt (ein bis sechs Gramm pro Quadratmeter). Das wird am besten mit leicht feuchtem Sand vermischt und dann in zwei Gefäße geteilt. Mit jeder der beiden Hälften wird die gesamte Fläche eingesät, wobei der zweite Gang rechtwinklig zum zweiten verläuft („kreuzweise“). Das Saatgut wird nicht eingeharkt, sondern nur noch mit einer umgedrehten Schaufel angedrückt oder angewalzt. Wenn im Frühjahr gepflanzt wurde, muss im darauffolgenden Sommer gegossen werden, bei Herbstpflanzung ist das nicht nötig. Auch in den folgenden Jahren kann man sich das Gießen sparen.

Wie pflege ich diesen Lebensraum?

Unerwünschte Beikräuter werden vorsichtig gejätet. Dazu gehören vor allem die Sämlinge von größeren Gehölzen wie Spitzahorn oder Walnuss, die sich ansiedeln. Wenn Äste dorthin wachsen, wo sie stören, werden sie nah am Stamm abgeschnitten. In größeren Abständen von zehn bis 20 Jahren werden die Sträucher verjüngt, indem sie abschnittsweise, also jeweils nur auf einem Teil der Pflanzung, ca. 30 Zentimeter über dem Boden abgeschnitten werden.

Welchen Nutzen hat er für die biologische Vielfalt?

Viele Vögel brauchen dichte Hecken zum Brüten. Aber umgekehrt brauchen auch die Hecken Vögel. Heckengehölze spendieren den Vögeln leckere Früchte. Im Gegenzug verteilen die Vögel als “fliegende Taxis” dann ihre Samen, denn die verlassen den Vogeldarm unbeschadet. Wer Pfaffenhütchen pflanzt, wird Rotkehlchen “ernten”, die auf die rot-orangen Pfaffenhütchenfrüchte fliegen. Daher wird die Pflanze auch „Rotkehlchenbrot“ genannt.

Ach du grüne Neune!

Wildstrauchhecken für den Naturgarten

Eiffel tower

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