Mauern und Steinhaufen

Standort Sonnig, Halbschattig, Schattig, Trockener Boden, Nährstoffarmer Boden
Pflegeaufwand Gering

Ohne Mörtel gebaute Mauern ziehen Tiere magnetisch an. Viele Tiere, die durch naturnahe Gärten streifen, wohnen in Hohlräumen in Trockenmauern oder Steinhaufen. Sie stören sich nicht daran, wenn die Gärtnerin oder der Gärtner auf der warmen Mauer sitzend die Abendsonne genießt ...

Für welchen Standort ist dieser Lebensraum geeignet?

Mauern oder Steinhaufen können sowohl im Schatten als auch in der Sonne aufgerichtet und attraktiv bepflanzt werden. In besonnten Trockenmauern wachsen viele duftende Kräuter wie Thymian oder Oregano. Aber auch schattige Trockenmauern haben ihren eigenen Charme. Hier ist das geheimnisvolle Reich der Farne und Moose.

Wie lege ich diesen Lebensraum an?

Das fachgerechte Aufsetzen einer Trockenmauer kann jeder rückengesunde Mensch lernen. Im Grunde haben wir die Grundzüge schon im Alter von zwei Jahren beim Bauen von Bauklötzchentürmen verstanden: Kreuzfugen, durchgehende Stoßfugen und ein schlechtes Fundament bringen Mauern ohne bindenden Mörtel leicht zum Einstürzen. Wichtig ist, dass die Mauer keine Berührung mit Erde hat, also auf einem Schotterfundament aufgebaut ist und mit Schotter hinterfüllt wird. Schwer genug müssen die Steine sein, vor allem an den Seiten, an den Ecken und oben. Steinhaufen sind leichter zu bauen, sie werden unregelmäßig aufgetürmt. Eidechsen profitieren davon, wenn sie über einer Grube errichtet werden, die auch mit Steinen, gemischt mit groben Holzstücken gefüllt ist.

Wie pflege ich diesen Lebensraum?

Eine gut gebaute Trockenmauer hält Jahrhunderte oder Jahrtausende, wie manche Trockenmauern in Südamerika oder Irland zeigen. Die Pflege beschränkt sich auf das Entfernen von Gehölzen, die in der Nähe der Mauer keimen und dem Entfernen von Pflanzen in der Nähe, die die Trockenmauer zu stark beschatten. Überwachsen Pflanzen die Mauer, ist es sinnvoll, sie zurückzuschneiden.

Welchen Nutzen hat er für die biologische Vielfalt?

Besonnte Trockenmauern sind für Tiere besonders attraktiv. Hier wärmen sich Insekten oder auch Eidechsen nach einer klammen Nacht gerne auf. Für Steinhaufen gilt das gleiche: In der Sonne sind sie besonders attraktiv, vor allem für Reptilien. Aber auch im Schatten bieten sie so manchem Tier Heimat. So bevorzugen Hummeln eher schattige Bereiche. Wer eine Trockenmauer einmal genauer betrachtet, wird viele Spinnen entdecken, die hier auf Jagd gehen und auch Gehäuseschnecken, die von dem mineralreichen Standort profitieren. Wenn in der Nähe des Steinhaufens oder der Trockenmauer dann noch eine Sandfläche angelegt wird, können Eidechsen hier vielleicht sogar Eier legen. Auf jeden Fall profitieren aber Wildbienen von offenen sandigen oder lehmigen Stellen, um Nestbaumaterial zu holen oder um direkt darin ihre Nester anzulegen. Je größer ein Steinhaufen, je länger eine Trockenmauer ist, desto mehr Tiere werden sich einfinden, aber auch schon ein kleiner Steinhaufen bringt einen neuen Lebensraum für Insekten, Spinnen und andere Tiere in den Garten.

Ach du grüne Neune!

Pflanzen für Mauern und Steinhaufen

Eiffel tower

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