Säume für Bäume

Standort Halbschattig, Schattig, Trockener Boden, Frischer Boden, Feuchter Boden, Nährstoffreicher Boden, Nährstoffarmer Boden
Pflegeaufwand Gering

Der Rasen ist das Leichentuch der Bäume, sagen manche Baumforscher. Ein dichter Rasenfilz kommt immer zuerst an Wasser und Nährstoffe. Die Baumwurzeln darunter gehen leer aus. Außerdem leiden die Bäume unter der Bodenverdichtung durch Nutzung zum Sitzen oder Liegen und durch Rasenmähen sowie unter den Verletzungen, die Mäher und Freischneider verursachen. Mit einem schattigen Saum im Wurzelbereich können Baumwurzeln aufatmen und Schmetterlinge ihre Puppenstuben finden. Als Bepflanzung kommen “Schattiges Staudenbeet” oder “Säume & Wildblumenhecken” in Frage.

Für welchen Standort ist dieser Lebensraum geeignet?

Unter Bäumen ist es im Sommer oft sehr trocken, wodurch für diese Flächen spezielle Arten ausgewählt werden sollten.

Wie lege ich diesen Lebensraum an?

Vor der Neuanlage sollte der Boden vom vorhandenen Grün befreit und tief gelockert werden. Dabei sollten die Wurzeln von unerwünschten Beikräutern wie Giersch oder kriechendem Hahnenfuß möglichst vollständig entfernt werden. Wenn die unerwünschten Pflanzen nicht entfernt werden können, pflanzt man am besten nur konkurrenzstarke Stauden. Es ist sinnvoll, in die Lücken weitere Arten einzusäen, damit der Boden bald mit erwünschten Pflanzen bedeckt ist. Unerwünschte Beikräuter hat dann generell weniger Chancen, sich auszubreiten. Wenn im Frühjahr gepflanzt wurde, muss im darauffolgenden Sommer gegossen werden. Bei Herbstpflanzung ist das nicht nötig. Auch in den folgenden Jahren kann man auf das Gießen verzichten.

Wie pflege ich diesen Lebensraum?

Unerwünschte Pflanzen werden gejätet. Im Herbst sollte Laub unbedingt liegen bleiben. Es ist ein wichtiger Lebensraum. Außerdem bildet sich daraus eine Humusschicht, wie sie auch am natürlichen Standort im Wald vorkommt. Im Frühjahr werden Staudenstängel, die nicht mehr schön aussehen, entfernt. Einige Stängel, zum Beispiel die von Waldgeißbart, sollten aber unbedingt als Lebensraum für Insekten stehen bleiben. Wenn sie zu hoch erscheinen, können sie auch eingekürzt werden.

Welchen Nutzen hat er für die biologische Vielfalt?

Früh blühende Stauden sind Nahrung für die ersten Insekten im Jahr. So blüht die Palmblattnieswurz schon im Winter, genauso wie das Duftveilchen oder die Kissenprimel. Auch die gefleckte Taubnessel blüht fast „durchgängig“ und ist eine wichtige Nahrung für die für die Hummelköniginnen bei ihren ersten Flügen. Dieses Biotop kann durch Baumstämme oder Wurzelstubben extrem aufgewertet werden. Viele Totholzbewohner, wie der schöne Rosenkäfer, finden hier einen Lebensraum.

Ach du grüne Neune!

Pflanzen für Baumsäume

Eiffel tower

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