Lesetipp: Da kann man was machen von Constanze Hagedorn
Wie kann gesellschaftlicher Wandel gelingen, ohne in Pessimismus zu erstarren? Constanze Hagedorn gibt mit ihrer Broschüre „Da kann man was machen“ eine persönliche, aber zugleich analytisch fundierte Antwort. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis: Veränderung beginnt nicht irgendwo im Großen, sondern bei uns selbst – in unseren Haltungen, unserer Sprache, unserem Handeln.
Die Broschüre fällt nicht nur durch ihren Titel auf, sondern auch durch ihre Gestaltung: mit ruhigem Satzbild und zarten Illustrationen von Naomi Larentz. Schon beim Aufschlagen wird klar: Da kann man was machen ist ein klug komponiertes Plädoyer für Haltung in krisenhaften Zeiten.
Constanze Hagedorn – Biologin, Journalistin und Aktivistin bei Scientists for Future – geht darin der Frage nach, wie sich Menschen zum Mitgestalten bewegen lassen, ohne sie zu überfordern oder zu beschämen. Ihre Antwort ist leise, aber bestimmt. Kapitelüberschriften wie „Würde“, „Zugehörigkeit“, „Verantwortung“ oder „Zärtlichkeit“ zeigen: Es geht nicht um technische Lösungen, sondern um die sozialen, psychologischen und emotionalen Dimensionen von Nachhaltigkeit.
Was die Broschüre besonders macht: Sie verbindet wissenschaftliche Reflexion mit einer Sprache, die zugewandt und suchend bleibt. Statt Patentrezepte liefert sie Fragen, Erfahrungen und Gedankenräume. In einem Kapitel heißt es:
„Veränderung braucht keine Helden, sondern Menschen, die sich trauen, kleine Schritte zu gehen. Nicht perfekt, aber ehrlich.“
Und an anderer Stelle:
„Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das wir irgendwann erreichen – sie ist ein Weg, den wir immer wieder neu aushandeln müssen. Mit uns selbst, mit anderen, mit der Welt.“
Hagedorn schreibt in Ich-Form, aber nie egozentrisch. Vielmehr öffnet sie Perspektiven – auf Schulklassen, Nachbarschaften, Medien, Sprache – und immer wieder auf sich selbst als suchende Bürgerin zwischen Wissen und Zweifel. Gerade weil sie Unsicherheiten nicht ausklammert, wirkt die Broschüre so nahbar. Sie macht Mut, ohne zu beschönigen.
Da kann man was machen ist eine sorgfältig gestaltete Broschüre für alle, die sich fragen, wie Wandel gelingen kann, ohne in Zynismus oder Resignation zu verfallen. Sie eignet sich zum Verschenken, Wiederlesen und Weiterdenken – eine Einladung zur Zuversicht, nicht naiv, sondern reflektiert.
Wer sie erwerben oder vorab eine Leseprobe möchte, kann sich direkt an die Autorin wenden: conny-alter@gmx.de
